Touring Club Celle e.V. ADAC

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Wer, wie was ... Fragen zum Auto

Was macht eine Batterie?


Was in einem elektrischen Stromkreis passiert, kann man sich am besten vorstellen, wenn man ihn mit einem Wasserkreislauf vergleicht. Der funktioniert nämlich ganz ähnlich. Die Batterie entspricht im Wasserkreislauf der Pumpe und die Drähte entsprechen den Rohren, in denen das Wasser strömt.

Statt der Glühbirne kann man sich einen kleinen Propeller vorstellen, der vom fließenden Wasser in Bewegung gesetzt wird.

Solange die Pumpe nicht arbeitet, ist zwar Wasser in den Rohren, aber es steht still, ebenso der Propeller. Erst wenn die Pumpe das Wasser in Bewegung setzt, dreht sich auch der Propeller.

Im Stromkreis übernimmt die Batterie die Aufgabe der Pumpe: Sie setzt die Elektronen, die im Draht, in der Glühwendel des Lämpchens in der Batterie ständig vorhanden sind, in Bewegung.

Das geschieht so: Jede Batterie hat zwei Pole. An einem Pol, dem Minuspol, herrscht ständig Elektronen-Überschuss; er ist daher negativ geladen. Der andere Pol, der Pluspol, ist positiv geladen und möchte gern noch Elektronen ansaugen. Werden die beiden Pole miteinander verbunden, spüren die Elektronen den Druck, die unterschiedlichen Ladungen auszugleichen. Dieser Druck ist die "elektrische Spannung". Sie sorgt dafür, dass die Elektronen vom Minus- zum Pluspol fließen.

Wir der Stromkreis unterbrochen, versiegt der Elektronenstrom sofort.

Wie wird ein Autoreifen hergestellt?


Zur Herstellung von Autoreifen verwendet man Kautschuk. Der natürliche Kautschuk ist der milchweiße Saft, Latex genannt, eines Gummibaums (Hevea Brasiliensis).

Der natürliche Kautschuk ist verformbar, gerinnt und ist wasserunlöslich. Weil der natürliche Kautschuk in der Kälte steinhart und in der Wärme weich und klebrig wurde, konnte man ihn zunächst nicht technisch einsetzen. Das änderte sich erst, als der Amerikaner Charles Goodyear im Jahr 1839 die Vulkanisation erfand. Er mischte Schwefelsäure unter den Kautschuk und erhitzte ihn. Dadurch veränderte der Rohkautschuk seine Konsistenz und wurde zu einem elastischen Material, das abriebfest und gegen Kälte und Wärme unempfindlich war. Der Kautschuk hatte sich in Gummi verwandelt.

Zur Herstellung von Weichgummiarten braucht man nur geringe Schwefelmengen. Je mehr Schwefel dazu gegeben wird, desto härter wird der Gummi. Bei der Herstellung von Autoreifen wird durch Zusatz von Ruß, Zinkoxid, Autioxidantien die Abriebfestigkeit und die Alterungsbeständigkeit erhöht. Außerdem erhält der Reifen dadurch seine schwarze Farbe. Die unterschiedlichen Gummimischungen sind auf die jeweilige Jahreszeit und deren Durchschnittstemperaturen abgestimmt.

1888 kam Dunlop auf die Idee, Gummireifen mit Luft zu füllen, ab diesem Moment wurden Fahr- und Motorräder mit diesen Reifen ausgestattet.

Seit 1909 wird Kautschuk auch künstlich hergestellt. Heutzutage bestehen Autoreifen aus mehr als 20 Bestandteilen, die pro Reifen zusammengemischt werden. Das alles funktioniert voll automatisch, die Masse wird mehrfach gemischt, läuft in langen Bändern durch Knetmaschinen und Walzen, bis die gewünschte Masse entsteht. Dieser Mischvorgang wird an Computern genau überwacht. Per Computer kann die Zusammensetzung reguliert werden. So können auch unterschiedliche Reifen, mit verschiedenen "Rezepten" hergestellt werden.

Anschließend wird der Teig zu einem Band ausgewalzt. Dann kommt die Kautschukmischung in den so genannten Extruder, eine Spritzmaschine, die dem Reifen seine gewünschte Form gibt.
Dabei gibt es strenge Kontrollen. Schließlich kommen noch die weiteren Teile wie etwa der Stahlkern dazu.

Dann kommt die Vulkanisierung: Über das Vorprodukt wird in einer Presse ein Zylinder gestülpt.Von innen presst ein Heizbalg gegen den Rohling. Von außen bekommt der Reifen bei einem bestimmten Druck sein Profil aufgedrückt.

In einer nordportugisieschen Reifenfabrik werden täglich so etwa 32 000 Reifen produziert.

Was ist ein Kart?


Die Geschichte des Kartsports begann wohl ca. 1956 in den USA. Damals nannte man dieses neue Freizeitvergnügen allerdings noch ,,Go-Kart".

Der Ingenieur Art Ingles soll auf die Idee gekommen sein, einen Rasenmähermotor auf einen niedrigen Rohrrahmen zu montieren, vier Räder dran - und schon hatten seine Söhne ein Fahrzeug um im Garten herumzufahren. Die ersten bekannt gewordenen Rennen haben ab 1957 in den USA stattgefunden. Im gleichen Jahr wurde auch der Go-Kart Club of Amerika gegründet. Nach Europa kam diese Sportart erst 1958/59· In Deutschland wurde das ,,Go-Kart" durch die hier stationierten US-Soldaten bekannt.

Anfang 1960 wurde in Wiesbaden der Go-Kart-Club von Deutschland e.V. (GKCD) ins Leben gerufen. Die Premiere war in einer US-Kaserne in Wiesbaden, bei den Karts stammten die Reifen von Sackkarren, die Motoren von Betonmischern !! Von da an wurde Kartfahren immer beliebter. In Deutschland wurde

Mit Michael Schumacher und seinem Erfolg hat der Kart-Sport in Deutschland einen Höhepunkt erlebt. Dabei hat die Karriere fast aller heutigen Formel-1-Fahrer im Kart-Sport begonnen. Mittlerweile gibt es fast überall in Deutschland die Möglichkeit Kart zu fahren. Derzeit verfügen die 100 ccm und 125 ccm Motoren zwischen 23 und 44 PS. Das entspricht einer Literleistung von immerhin 230-340 PS, und erreicht somit locker Formel-l Niveau. Vergleicht man die Formel-1 und den Kartsport, so sind auch die Beschleunigungs-, Verzögerungs- und Kurvenkräfte auf die Fahrzeuge ähnlich.

Das Einstiegsalter für Kinder auf der Kartbahn leigt zwischen sechs und zehn Jahren. Durch den niedrigen Sitz stellt sich beim Kartfahren das richtige Gefühl dafür ein, wie man Kurven anfahren muss. Heutzutage gibt es viele Klassen und Nachwuchsserien, die von den Motorsportorganisatoren angeboten werden. Sie bilden eine gute Voraussetzung für junge Nachwuchspilotinnen und -piloten sich im Wettbewerb die nötigen Erfahrungen für den Motorsport der "Großen" zu holen. Allerdings ist der Kart-Sport kein billiges Hobby, denn soll Kart als ernsthafter Sport betrieben werden, müssen bald teure Rennkarts und -motoren gekauft werden.

Wird es Autos geben, die von alleine fahren können und wenn ja, wann?


Fahrerlose U-Bahnen werden getestet oder sind sogar schon im Einsatz. Fahrerlose Autos, die durch einen elektronischen Bordcomputer, einen so genannten Autopiloten, gesteuert werden, wären technisch schon möglich - nur rechtlich gibt es da noch viele Probleme.

Gerade japanische Hersteller, wie Toyota, Honda oder Nissan haben stark an der Technik für ein fahrerloses Auto gearbeitet. So haben sie einen Bordcomputer entwickelt, der das Auto durch den Straßenverkehr lotst. Automatisches Spurwechseln, Abstand zu anderen Fahrzeugen halten oder rückwärts einparken ist dabei kein Problem mehr. Genutzt wird dabei vor allem ein gekoppeltes System aus Tempomat und Abstandsradar. Aber auch eine Vollbremsung in brenzligen Situationen kann vom Bordcomputer veranlasst werden.

In Japan darf solche Technik auch schon auf der Straße eingesetzt werden, in Europa ist dies verboten. Dabei wird der Abstand zum Vordermann zum Beispiel elektronisch überwacht. Wird der Abstand zu kurz, wird der "Fahrer" - denn den gibt es auch in den japanischen Fahrzeugen noch, optisch und akustisch gewarnt. Verringert sich der Abstand dann weiter, spannt der Bordrechner vorsichtshalber die Sicherheitsgurte. Reagiert der Fahrer auch jetzt nicht, wird automatisch eine Vollbremsung eingeleitet.

Derzeit sind solche Systeme also eher als Fahrhilfen für den "menschlichen Fahrer", denn als tatsächlicher elektronischer Ersatzfahrer eingesetzt. Außerdem sind solche Hilfen hauptsächlich auf geraden, langen Strecken wie in den USA einsetzbar. Bei kurvigen Wegen ist die Technik noch nicht ausgereift genug.

Auch in Deutschland wird fleißig an solch einen Auto der Zukunft gebastelt. So hat das Bundesforschungsministerium das Vierjahresprojekt "Invent" (Intelligenter Verkehr und nutzergerechte Technik) mit 32 Millionen Euro gefördert. 23 Autohersteller, Elektronikunternehmen und Forschungsinstitute arbeiten mit. Sie entwickeln einen Stauassistenten, automatische Richtungssteurung und Sensorensysteme, die die Fahrer vor Unfällen schützen sollen. Doch auch bei dieser Forschung soll am Ende nicht der Fahrer ersetzt, sonder nur unterstützt werden.

Generell gibt es in Europa noch keine rechtliche Regelung für das "Lenken eines Fahrzeugs" durch einen Computer. Was passiert bei einem Programmierfehler? Wenn der Computer aussetzt? Wer trägt die Verantwortung bei einem Unfall? All diese Fragen sind noch nicht geklärt.

Wie funktioniert eine Kupplung ?


Je nachdem, mit welcher Geschwindigkeit man fährt, benötigt man einen anderen Gang. So legt der Fahrer beim Anfahren den 1. Gang ein und erst wenn er genügend beschleunigt hat, kommt der zweite Gang.

Die Gangschaltung ist ein Schaltgetriebe, das in einem eigenen Gehäuse sitzt. Es ist under dem Fahrzeugboden angebracht und besteht aus großen und kleinen Zahnrädern auf zwei parallelen Wellen (wie Längskolben), die mit dem Schalthebel gegeneinander verschoben werden.

Damit man den Schalthebel aber überhaupt erfolgreich betätigen kann, benötigt man eine Kupplung. Die Kupplung stellt eine bewegliche mechanische, elektrische oder hydraulische Verbindung zwischen Motor und Getriebe her. Diese Verbindung kann wiederum durch mechanische, elektrische oder hydraulische Bauteile gelöst werden.

Mit dem Fuß tritt der Fahrer auf das Kupplungspedal. Dadurch betätigt er einen Seilzug, der die Verbindung der Kurbelwelle mit dem Getriebe löst. Die Verbindung zum Antriebsstrang wird nun unterbrochen und der Motor läuft im Leerlauf. Das ist der Moment , indem die Zahnräder lose und ohne Kraft ineienanderlaufen und sich leicht gegeneinander verschieben lassen. Ist ein Gang eingelegt, greifen die Zahnräder fest ineinander und man kann eigentlich nur mit Gewalt den Schalthebel betätigen, um einen neuen Gang einzulegen. Durch das Schalten in den Leerlauf, wird praktisch ausgekoppelt. Nun kann problemlos ein neuer Gang eingelegt werden.

So wird bei manueller Schaltung gekuppelt und der Gnag eingelegt. Bei Fahrzeugen mit automatischem Getriebe, muss der Fahrer zum Fahrbeginn nur den Leerlauf einlegen. Durch Betätigen des Gaspedals schaltet der Motor dann automatisch in den richtigen Gang.

Wie funktioniert die Easytronic?


Bequem wie ein Automatikgetriebe und trotzdem so leistungsfähig und sportlich wie ein Schaltgetriebe, so der Automobilhersteller Opel über die Easytronic (auch ASG genannt), die 2001 zu ersten Mal im Modell Corsa eingebaut wurde. Hinter dem Begriff Easytronic verbirgt sich eine Kombination aus Automatik und Schaltung: Es ist in der Bedienung so komfortabel wie eine Getriebeautomatik, weil es den Fahrer vom Kuppeln (es gibt kein Kupplungspedal) und auf Wunsch auch vom Schalten entlastet.

Bei der Easytronic erfolgen die Betätigung der Kupplung und der Wechsel der Gänge über drei elektrische Stellmotoren. Der große Vorteil: Blitzschnelle, die Zugkraft nur minimal unterbrechende Gangwechsel und die Möglichkeit, Gänge zu überspringen.

Hinzu kommt, dass der Fahrer jederzeit direkt und bequem zwischen manuellen und automatischen Gangwechseln wählen kann. Ein Tipp am Schaltknauf reicht, um über Plus und Minus hoch- bzw. herunterzuschalten. Bewegt man den Knauf nach links, so wird automatisch geschaltet. Auch der Benzinverbrauch läßt sich deutlich senken.

In den USA und Japan gibt es seit Jahren mehr Automatik- als Gangschaltungsgetriebe. In Europa hat sich der Trend noch nicht durchgesetzt. Ein Grund ist, dass die bisherigen Automaten zu teuer, zu schwer und zu spritfressend waren. Außerdem mögen viele Europäer den Gummibandeffekt eines herkömmlichen Automaten nicht. Mit dem Easytronic (aus ASG genannt) möchten die Autobauer eine Trendwende herbeiführen.


Wie werden Autos lackiert?


Lackiert wird immer die blanke Metallkarosserie. Das heißt, es ist noch nichts eingebaut, weder Sitze, noch Lenkrad, Instrumententafel oder Türverkleidungen.

Die 1. Möglichkeit: Ein Roboter sprüht den Lack auf die Karosserie (Roboter, damit er alle Winkel und Ecken erreichen kann und der Lack einigermaßen gleichmäßig dick wird). Der Lack wird in 2 oder 3 Schichten aufgetragen, d. h. es gibt 2 oder 3 Roboter, die hintereinander stehen und die Autos fahren auf einem Förderband an den Robbies vorbei.

2. Möglichkeit: Die "Tauchlackierung": Hier fahren die Karossen durch Bäder (auch hier: 2 - 3 verschiedene Bäder) mit den verschiedenen Lacken. Durch das "Tauchen" der Fahrzeuge wird auch eine möglichst gleichmäßige Lackschicht bis in alle Ecken und Kanten gewährleistet.

Bei allen nicht-metallic-Lacken gibt es mindestens 2 Schichten, eine graue Schicht, damit der Lack besser auf dem Metall hält und dann kommt die farbige Schicht drüber. Bei den Metallic-Lacken kommt zum Schluss noch eine Klarlackschicht drauf, da diese Lacke wesentlich empfindlicher gegen Kratzer sind. Heutzutage ist es aber schon üblich, dass die meisten Auto-Lacke noch eine Klarlack-Schicht bekommen. Vor allem bei roten Lacken werden auch häufig 2 rote Lackschichten (und darüber evtl. noch eine Klarlackschicht) aufgetragen, da die Farbe rot durch Sonnenlicht, Streusalz (im Winter) und sonstige Umwelteinflüsse sehr schnell ausbleicht.

Seit wann gibt es Sicherheitsgurte in Autos?


Um die Zahl der Unfallopfer im Straßenverkehr einzudämmen, führte die Bundesrepublik Deutschland 1976 die allgemeine Gurtpflicht ein. Ab sofort mussten alle Insassen eines Fahrzeugs während der Fahrt angegurtet sein.

Und die Zahl der Verkehrstoten ist tatsächlich deutlich gesunken. Im Jahr 2000 starben rund 7.500 Menschen im Straßenverkehr. 1970 lag die Zahl der Verkehrstoten bei 19.200.

Trotzdem gibt es auch Ausnahmen von der Anschnallpflicht. Taxifahrer und Mietwagenfahrer müssen sich z.B. nicht anschnallen, so lange sie Fahrgäste befördern. Das gleiche gilt für Lieferanten beim Haus-Zu-Haus-Verkehr im Auslieferungsbezirk. Wer nur mit Schrittgeschwindigkeit fährt bzw. wer rückwärts fährt, muß ebenfalls nicht angeschnallt sein. Das gleiche gilt für Fahrten, die auf Parkplätzen stattfinden.

Hier werden monatlich immer neue Fragen auftauchen. Die Richtigkeit der einzelnen Angaben haben wir nicht geprüft.

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